Der siebte Sonntag in der Osterzeit ist (vorläufig?) der letzte Sonntag ohne öffentliche Gottesdienste in unserer Pfarrei

Der siebte Ostersonntag wird nach dem Beginn seines Tagesverses auch „Exaudi“ genannte. „Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig und erhöre mich!“ lautet die Übersetzung. Die liturgischen Texte dieses letzten Sonntags vor Pfingsten weisen schon auf das nahe Pfingstfest hin. Im Zentrum steht die Erwartung des Heilshandelns Gottes.

Dieses „Vernimm, o Herr, …“ steht vielleicht ja auch für unsere Wünsche in dieser von der Corona-Pandemie so schwer geprägten Zeit. Hoffen wir, dass das Heilshandeln Gottes auch für uns in dieser Situation Heilung bringt.

Aus dem Johannesevangelium wird heute der Anfang des großen Abschieds- und Weihegebetes (17, 1–26) vorgelesen: Jetzt ist die „Stunde“ gekommen, auf die das ganze Leben Jesu ausgerichtet war. Dass die Stunde ihren Sinn erfüllt und die Kreuzeshingabe Frucht bringt, ist das zentrale Anliegen dieses Gebets. Jesus bittet, der Vater möge ihn – durch den Tod hindurch – „verherrlichen“: ihn dadurch ehren, dass er ihn als seinen Sohn erweist. So werden die Menschen den Vater und den Sohn erkennen und ehren. Indem Jesus für sich selbst betet, betet er für die Jünger; indem er für die Jünger betet, betet er für alle, die durch sie zum Glauben kommen werden.

Das obige Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem „Älteren Bibelfenster“ (um 1260) des Kölner Doms. Es ist das älteste und ranghöchste Fenster des Doms. Der Ausschnitt zeigt Christus, der aus dem Grab steigt. Als Siegeszeichen trägt er die Kreuzesfahne, die durchaus als Zeichen der Verherrlichung gesehen werden kann. Neben dem Sarkophag sitzen die schlafenden Grabwächter.

Wenn Sie einen Gottesdienst zum siebten Ostersonntag in Ihrer häuslichen Gemeinschaft feiern möchten, dann gibt es hierfür wieder Vorschläge des Bistums Essen, die Sie herunterladen können:

Gottesdienst am siebten Ostersonntag
Familiengottesdienst am siebten Ostersonntag