Pfingsten – Die Vollendung und Bestätigung von Ostern

Pfingsten war im Alten Bund ein Erntefest; für uns ist es das Fest des Heiligen Geistes. Die Weissagung des Propheten Joël und die Verheißung Jesu haben sich an Pfingsten erfüllt. Sie erfüllen sich auch während der ganzen Zeit der Kirche.

Verlassen wir uns in diesen Zeiten der Corona-Pandemie darauf, dass der Geist auch uns erfüllt. Das er uns hilft, mit den Beschränkungen umzugehen und die Öffnungsmöglichkeiten mit der notwendigen Vorsicht und Rücksichtnahme zu begleiten.

Die Pfingstsequenz „Veni Sancte Spiritus“, die am Pfingstsonntag vor dem Evangelium gesungen wird, ist im 13. Jahrhundert entstanden. Sie gibt in umfassender Weise allen Wünschen nach Trost und Hilfe Ausdruck:

Komm herab, o Heil’ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit. Amen. Halleluja.

Lesen Sie hier das Wort zum Pfingstfest, das während der Zeit der Kirchenschließung vom gemeinsamen Pastoralteam von St. Nikolaus und St. Johann Baptist an die Gemeinden gerichtet wird.

Auch wenn es ab Pfingsten wieder möglich ist, Gottesdienste in unserern Kirchen zu feiern, so bleiben doch viele Einschränkungen. Wenn Sie deshalb lieber einen Gottesdienst zum Pfingsfest in Ihrer häuslichen Gemeinschaft feiern möchten, dann gibt es hierfür wieder Vorschläge des Bistums Essen, die Sie herunterladen können:

Gottesdienst am Pfingstsonntag
Familiengottesdienst am Pfingstsonntag

Eingeschränkte Wiederaufnahme der Gottesdienste

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen in der Pfarrei St. Nikolaus,

am Pfingstfest starten wir in unserer Pfarrei mit der öffentlichen Feier von Gottesdiensten. Dabei sind eine Vielzahl von Voraussetzungen zu erfüllen. Alle notwendigen Informationen sind hier zusammengestellt:

Schutzmaßnahmen für Gottesdienstteilnehmer

Der siebte Sonntag in der Osterzeit ist (vorläufig?) der letzte Sonntag ohne öffentliche Gottesdienste in unserer Pfarrei

Der siebte Ostersonntag wird nach dem Beginn seines Tagesverses auch „Exaudi“ genannte. „Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig und erhöre mich!“ lautet die Übersetzung. Die liturgischen Texte dieses letzten Sonntags vor Pfingsten weisen schon auf das nahe Pfingstfest hin. Im Zentrum steht die Erwartung des Heilshandelns Gottes.

Dieses „Vernimm, o Herr, …“ steht vielleicht ja auch für unsere Wünsche in dieser von der Corona-Pandemie so schwer geprägten Zeit. Hoffen wir, dass das Heilshandeln Gottes auch für uns in dieser Situation Heilung bringt.

Aus dem Johannesevangelium wird heute der Anfang des großen Abschieds- und Weihegebetes (17, 1–26) vorgelesen: Jetzt ist die „Stunde“ gekommen, auf die das ganze Leben Jesu ausgerichtet war. Dass die Stunde ihren Sinn erfüllt und die Kreuzeshingabe Frucht bringt, ist das zentrale Anliegen dieses Gebets. Jesus bittet, der Vater möge ihn – durch den Tod hindurch – „verherrlichen“: ihn dadurch ehren, dass er ihn als seinen Sohn erweist. So werden die Menschen den Vater und den Sohn erkennen und ehren. Indem Jesus für sich selbst betet, betet er für die Jünger; indem er für die Jünger betet, betet er für alle, die durch sie zum Glauben kommen werden.

Das obige Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem „Älteren Bibelfenster“ (um 1260) des Kölner Doms. Es ist das älteste und ranghöchste Fenster des Doms. Der Ausschnitt zeigt Christus, der aus dem Grab steigt. Als Siegeszeichen trägt er die Kreuzesfahne, die durchaus als Zeichen der Verherrlichung gesehen werden kann. Neben dem Sarkophag sitzen die schlafenden Grabwächter.

Wenn Sie einen Gottesdienst zum siebten Ostersonntag in Ihrer häuslichen Gemeinschaft feiern möchten, dann gibt es hierfür wieder Vorschläge des Bistums Essen, die Sie herunterladen können:

Gottesdienst am siebten Ostersonntag
Familiengottesdienst am siebten Ostersonntag

Mehr als nur Vatertag

Viele kennen nur noch die Bezeichnung „Vatertag“: Ein freier Tag zu „Ehren der Männer“, der für viele willkommen ist. Man trifft sich zu einer Wanderung oder einer gemeinsamen Ausfahrt mit Bollerwagen oder Schubkarren, zu der oftmals viel Alkohol mitgenommen und im Laufe des Tages konsumiert wird. Teilnehmer sind fast ausschließlich Männer.

Den eigentlichen Grund für Christi Himmelfahrt haben viele fast ganz vergessen. Jeweils genau 39 Tage nach dem Ostersonntag – und damit immer an einem Donnerstag – denken die Gläubigen an die Rückkehr Jesu zu seinem Vater im Himmel. Dabei können sie sich neben dem Lukasevangelium auf das erste Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament berufen. Dort steht, dass Jesus nach seiner Auferstehung noch vierzig Tage zu seinen Jüngern gesprochen hat. Dann wurde er „aufgehoben“ und eine „Wolke nahm ihn vor ihren Augen weg“.

Leider können wir dieses Fest immer noch nicht gemeinsam in unseren Kirchen feiern, weil die öffentlichen Gottesdienste in unserer Pfarrei, Corona-bedingt, erst mit dem Pfingsfest wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie einen Gottesdienst zum Hochfest „Christi Himmelfahrt“ in Ihrer häuslichen Gemeinschaft feiern möchten, dann gibt es hierfür wieder Vorschläge des Bistums Essen, die Sie herunterladen können:

Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
Familiengottesdienst an Christi Himmelfahrt

Unsere KOT St. Joseph wird vorsichtig wieder eröffnet

Nachdem in dieser Woche der siebte Brief unserer KOT an die Kinder verschickt wurde, der unter anderem Bastelbögen für Legespiele und eine Sammlung von Zungenbrechern enthielt, freuen sich jetzt sowohl die Kinder als auch das Leitungsteam darauf, die KOT in der kommenden Woche vorsichtig wieder zu eröffnen.

Alle erforderlichen Maßnahmen sind über den Stadtverband des BDKJ mit dem Gesundheitsamt abgesprochen worden. Das Hygienekonzept (Beispiel für Aushänge und Markierungen) und die Aufteilungsmaßnahmen wurden dort als in jedem Fall geeignet und ausreichend angesehen.

Selbstverständlich werden alle Maßnahmen ständig kontrolliert, alle Räume und Gegenstände werden desinfiziert, die verteilten Mund-Nasen-Bedeckungen werden nach Gebrauch ausgekocht und das KOT Team achtet darauf, dass – neben dem regelmäßigen Händwaschen – sowohl die notwendigen Abstände als auch die Regeln fürs Husten und Niesen beachtet werden. Auch für den Fall, dass eine Nachverfolgung von Kontakten notwendig wird, ist unsere KOT gut gerüstet, da die Namen und Adressen aller Kinder bekannt sind.

Wir wünschen allen Kindern und dem KOT-Team einen schönen Neustart nach der langen Zeit des Wartens!

Rogate – der sechste Sonntag in der Osterzeit

Der Rogate-Sonntag wird auch Bittsonntag genannt, vom lateinischen ‚rogare‘ = bitten. Historisch geht die Bezeichnung auf die Bittprozessionen zurück, die an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt in katholisch geprägten ländlichen Gebieten gebräuchlich sind. Die Prozessionsteilnehmer bitten dabei um eine gute Ernte.

Die erste Lesung des sechsten Ostersonntags stammt aus der Apostelgeschichte, die zweite Lesung aus dem ersten Petrusbrief. Die Apostelgeschichte berichtet, dass Petrus und Johannes zur Gemeinde nach Samárien geschickt wurden, dass sie dort den Getauften die Hände auflegten und diese daraufhin den Heiligen Geist empfingen.

In ersten Petrusbrief erklärt Petrus, dass Jesus zwar dem Fleisch nach getötet, aber dem Geist nach lebendig gemacht wurde.

In beiden Lesungen ist Petrus eine zentrale Figur, einmal als Handelnder und einmal aus Autor. Das obige Bild zeigt Petrus auf dem Apostelkonzil in Jerusalem.

Lesen Sie hier das Wort zum Sonntag, das während der Zeit der Kirchenschließung vom gemeinsamen Pastoralteam von St. Nikolaus und St. Johann Baptist an die Gemeinden gerichtet wird.

Wenn Sie einen Gottesdienst zum sechsten Ostersonntag in Ihrer häuslichen Gemeinschaft feiern möchten, dann gibt es hierfür wieder Vorschläge des Bistums Essen, die Sie herunterladen können:

Gottesdienst am sechsten Ostersonntag
Familiengottesdienst am sechsten Ostersonntag

!!! — Aktuelle Informationen für die Zeit während der Corona-Pandemie — !!!

(Dieser Beitrag erschien – immer wieder aktualisiert – in der Zeit vom 10. April bis zum 14. Mai 2020)

Wegen der aktuellen Lage gelten zur Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus folgende Regelungen:

Alle öffentlichen Gottesdienste in unserer gesamten Pfarrgemeinde bleiben voraussichtlich bis einschließlich 29. Mai ausgesetzt.

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Tröstendes zum fünften Sonntag in der Osterzeit

Das Johannesevangelium berichtet, dass die Jünger Mühe haben, den Weggang Jesu zu begreifen. Jesus tröstet sie: Ich komme wieder, ich hole euch heim zu mir. Aber das ist schwer zu verstehen. Die Jünger fragen nach dem Weg und bitten: Zeig uns den Vater. Und Jesus antwortet: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. – Er selbst ist der Weg, der Zugang zu Gott.

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