Der Turm und der Eingangsbereich der Kirche

 

Der aufwendig gestaltete Hauptturm der Sankt-Joseph-Kirche wurde erst einige Jahre nach dem Bau der Kirche, nämlich in den Jahren 1898 bis 1899 angebaut. Über seinem achtseitigen Glockengeschoss laufen die Wände in spitzen Giebeln aus, so dass der Eindruck einer achtzackigen Krone entsteht.


Im Folgenden sehen Sie Bilder von Ausstattungs-Gegenständen, die im Turm und im Eingangsbereich der Kirche angebracht sind. Auch von den Turmfenstern und den Glocken finden Sie hier Aufnahmen, weil diese im Normalfall aus dem Inneren der Kirche nicht sichtbar sind.

 

Durch den Haupteingang unter dem Turm betritt man die Kirche St. Joseph.

 

Von der Eingangshalle aus fällt der erste Blick in den Kirchenraum.

 

In der Eingangshalle unter dem Turm erinnern zwei Gedenktafeln an den Erbauer der Kirche, Pfarrrektor Joseph Schüller, …

 

… und an den größten Wohltäter der Gemeinde, den Landwirt Hermann Distelbeck, der ihr über Pfarrrektor Schüller seinen 24 Morgen großen Grundbesitz schenkte, auf dem u.a. die Kirche erbaut ist.

 

Links lädt eine Herz-Jesu-Figur dazu ein, Jesus Christus unter dem Gesichtspunkt seiner im Herzen symbolisierten Liebe zu verehren.

 

Rechts kann man ein Bildnis der Hl. Ursula betrachten, das aus einer alten Fahne stammt.

 

Links neben dem Aufgang zur Orgelbühne findet sich diese Gedenktafel, die an die finanzielle Unterstützung der jungen Kirchengemeinde St. Joseph durch die Gewerkschaft der Zeche Zollverein erinnert. Der Begriff Gewerkschaft bezeichnet hier nicht, wie oft geglaubt, eine Arbeitnehmerorganisation der Bergleute, sondern hiermit ist die der Aktiengesellschaft vergleichbare Gesellschaftsform der „Bergrechtlichen Gewerkschaft“ der Zeche Zollverein gemeint, deren Anteile, die sogenannten Kuxe, sich damals im Besitz der Duisburger Familie Haniel befanden.

Die rechte Turmkapelle ist zur Gedenkstätte für die Gefallenen der beiden Weltkriege ausgestattet worden. Zwei große, in den Jahren 1927-28 geschaffene Tafeln melden die Namen der im 1. Weltkrieg gefallenen 282 Männer aus der kath. Gemeinde St. Joseph in Katernberg. Links steht im Kriegergewand der Bischof Martinus, rechts St. Gereon, ein Führer der thebäischen Legion, der seine Glaubenstreue mit dem Tode besiegelte. Beide Tafeln wurden Anfang 2014 einer aufwendigen Restaurierung unterzogen. Wurmstichige Teile der Unterkonstruktion mussten ersetzt werden und die Blechtafeln mit den Namen der Gefallenen waren so stark korrodiert, dass hier neue Tafeln angefertigt werden mussten.

Die Namen der im 2. Weltkrieg Gefallenen sind in zwei Wandbehänge eingestickt.

 

Recht ansprechend ist die Figurengruppe: Sterbender Joseph, ebenfalls in der rechten Turmkapelle. Der hl. Joseph sitzt in einem Armsessel. Er hat seine hohe Lebensaufgabe erfüllt; heiliger Gottesfriede und volle Hingebung liegen auf den Zügen des Antlitzes. Der Sterbende bereitet seine Arme aus als wolle er sagen: „Dein Wille geschehe“. Liebevoll beugen sich über ihn der göttliche Pflegsohn und Maria, sein angetrautes Weib, das den Lilienstab, das Sinnbild jungfräulichen Lebens und der Herzensreinheit hält.

 

Die linke Turmkapelle enthält eine schöne Ikone: Maria mit dem Kind. Bei dem geschnitzten Rahmen handelt es sich das älteste Ausstattungsstück der Sankt-Joseph-Kirche, das vermutlich vom Beginn des 19. Jahrhunderts stammt.

 

Ebenfalls in der linken Turmkapelle findet sich das Bild von einem der polnischen Nationalpatrone, dem Hl. Stanislaus Kostka, einem Jesuiten aus der Woiwodschaft Masowien. Das Bild stammt aus der alten Fahne des Polenvereins, der lange in der Pfarrgemeinde St. Joseph existierte.

 

Das Bild des Hl. Antonius von Padua gehört zum originalen Bilderschmuck aus der Entstehungszeit der Kirche.

 

Vor der linken Turmkapelle steht diese Holzfigur der Hl. Theresia von Lisieux, einer französischen Nonne, die auch unter ihrem Ordensnamen „Theresia vom Kinde Jesu“ bekannt ist und 1997 von Papst Johannes Paul II. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde. Rechts neben ihr ist noch ein altes steinernes Weihwasserbecken aus der Bauzeit der Kirche zu sehen.

 

Beleuchtet werden die Turmkapellen durch insgesamt sieben schlanke, hohe Fenster, die von dem Architekten Herbert Schampers aus Essen entworfen und 1966 von der Firma Rudolf Friedrich und Sohn in Gelsenkirchen hergestellt wurden.

 

Die Turmkapellen verfügen ebenso wie der Kirchenraum über schöne (neu-)gotische Kreuzrippengewöbe.

 

Die bronzenen Weihwasserbecken an den Kircheneingängen gehören zu den jüngeren Ausstattungsstücken der Kirche.

 

Diese kleine Statue einer Engelsfigur, mit ihren großen Flügeln unschwer als Schutzengel zu erkennen, ist über dem Haupteingang in der Eingangshalle angebracht. Er soll den Besuchern des Gotteshauses beim Betreten und beim Verlassen seinen Schutz gewähren. Der Engel stammt aus dem Bestand des Marienhauses und wurde nach dessen Aufhebung in die Kirche gebracht.

Betritt man von der Eingangshalle aus das Kirchenschiff, so lauert über dem Eingang, versteckt hinter Weinranken und -blättern im Geländer der Orgelbühne dieses Dämonengesicht. Solche, in der Literatur oft auch als „Monster“ oder „Grotesken“ bezeichneten Fratzen finden sich seit alters her häufig in Kirchen und Klöstern. Sie sollen wohl daran erinnern, dass das Böse überall zu finden ist.

Es gibt einige Dinge im Turm, die man von unten nicht sehen kann. Dazu gehören zum Beispiel die Fenster und die Glocken. Aber auch die herrlichen Ausblicke aus den oberen Fenstern. Damit Sie auch diese Dinge sehen können, gibt es eine eigene Seite, nämlich  „Der Turm – Was man von unten nicht sehen kann“.

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