Live-Stream der Jahresschluss-Messe

Am frühen Silvester-Abend gab es eine live-Übertragung der Messe zum Jahresschluss aus unserer Pfarrgemeinde. Sie kam aus der Kirche Heilige Schutzengel und begann um 17:00 Uhr.

Zelebrant: Pastor Christoph Wertenbroch
an der Orgel: Simone Hirsch-Bicker

Silvester 2020

Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden,
aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht,
Kinder Gottes zu werden,
allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches,
nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt,
und wir haben seine Herrlichkeit gesehen,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.

Diese Worte, den meisten von uns bekannt, stehen im heutigen Johannes-Evangelium. Sie sind dort der einzige Bezug auf die Geburt Jesu. Von dem Stall in Bethlehem oder von der Taufe und Kindheit Jesu wird bei Johannes nichts berichtet, vermutlich aus der theologischen Überzeugung heraus, dass Jesus schon immer da gewesen ist.

Es ist das Evangelium von Silvester und somit das letzte im Kalenderjahr – nicht im Kirchenjahr, welches ja am Christkönigssonntag endet. Warum heißt der Tag Silvester? Er ist benannt nach dem Papst Silvester I. Der wurde im Jahr 314 Papst und blieb es bis zu seinem Tod im Jahr 335. In seiner Zeit wurde auf einem Konzil das erste große Glaubensbekenntnis, das sogenannte Bekenntnis von Nicäa formuliert. Es ist bis heute gültig und wird auch von allen altorientalischen Kirchen anerkannt. Damit ist es das prinzipiell meistanerkannte Bekenntnis im Christentum.

Ehrlicherweise können wir zugeben, dass heute die meisten Menschen bei Silvester nicht unbedingt an diesen Papst denken, der übrigens bereits im Jahr 813 heilig gesprochen wurde. Eher denkt man da an fröhliche Feiern, Raketen und Knaller und an einen dankbaren Rückblick auf das vergangene Jahr.

Das wird in diesem Jahr deutlich anders sein! Corona-bedingt werden die meisten den Tag eher in Stille und im kleinsten Kreis begehen; und ein Feuerwerk, wie im obigen Bild hinter der Statue von Silvester I. in Mantua, wird es auch nicht geben.

Seien wir trotz allem zuversichtlich und vergessen wir nicht:
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Homepage-Team der st-jupp-Seite einen guten Jahresschluss und einen frohen Übergang zum Jahr 2021.

Weihnachtliche Orgelklänge aus unserer Kirche St. Joseph

Zur Zeit ist ein Besuch in unserer Kirche nur sehr eingeschränkt möglich und den Klang der Orgel kann man allenfalls bei der live-Übertragung von Gottesdiensten zu Hause hören. Da trifft es sich gut, dass Fabian Prause, ein Mitglied unserer Gemeinde – und seit vielen Jahren als nebenamtlicher Organist hier tätig – eine CD mit weihnachtlicher Musik in Eigenproduktion erstellt hat. Sie enthält unter anderem Stücke von Johann Sebastian Bach (1685-1750) und von Claude-Bénigne Balbastre (1724-1799).

Damit Sie auch während der Zeit des zweiten Corona-Lockdowns den Klang unserer Stockmann-Orgel hören können, haben wir in Absprache mit Herrn Prause zwei Stücke herausgegriffen und für Sie aufbereitet. Wir beginnen heute mit dem ersten davon, dem Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach, BWV 645.

Fest der Heiligen Familie

Die Hirten eilten hin und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in einer Krippe lag.

So lautet der Eröffnungsvers am Fest der Heiligen Familie, das wir am heutigen Sonntag feiern. Im Tagesimpuls der Erzabtei Beuron heißt es dazu:

»Für die Familie von heute. Vater, Mutter und Kinder, was kann für sie die Heilige Familie von Nazaret bedeuten? Damals war doch alles ganz anders. Alles? Da war das Kind, das sie liebten: Maria, die Mutter, und Josef, der Vater an Gottes statt. Diese drei waren eins, in Ehrfurcht und Liebe.«

Wie normal es in so einer Familie zugehen kann, hat der unbekannte Glaskünstler des Schmiedefensters im Freiburger Münster um das Jahr 1320 humorvoll dargestellt. Im oben abgebildeten Ausschnitt sieht man eine Szene aus der Weihnachtsgeschichte: Nach Jesu Geburt will ein hungriger Ochse die Windeln des Jesuskindes fressen. Maria zieht das Kind erschrocken zur Seite und Joseph schlägt mit einem Stock nach dem Ochsen.

Lassen wir uns von diesem Humor anstecken und behalten wir trotz aller widrigen Umstände unsere gute Laune und Zuversicht.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Homepage-Team der st-jupp-Seite einen guten Sonntag in der Weihnachtsoktav und noch einige gesegnete Tage im zu Ende gehenden Jahr.

Christmette in Sankt Joseph

Wohl zum ersten Mal in den 130 Jahren, seit denen die Kirche Sankt Joseph in Essen-Katernberg existiert, wird hier an den beiden Weihnachtsfeiertagen keine Heilige Messe gefeiert. Die hohen Infektionszahlen in der jetzigen Corona-Situation machen das unmöglich.

Daher wurde die Entscheidung getroffen, die Christmette, die am Heiligen Abend gefeiert wurde, live über das Internet zu den Menschen unserer Gemeinde und darüber hinaus zu allen Interessierten zu senden. Die Messe beginnt mit der feierlichen Ankündigung der Geburt des Herrn nach dem Römischen Martyrologium, in der eine Datierung der Geburt Jesu seit Erschaffung der Welt vorgenommen wird. Die hier vorgetragene Version stammt von unserem ehemaligen Pfarrer Hans-Hermann Bittger.

Wir hoffen, dass diese Übertragung es vielen Menschen ermöglicht hat, nicht nur zuzuschauen, sondern auch mitzufeiern. Dass dies auch tatsächlich gelungen ist, zeigt uns die hohe Zuschauerzahl, die bisher bei 426 lag.

Wir haben aus dem Livestream eine Video-Kopie erzeugt und ins Internet gestellt, die lediglich um den Vorlauf vor dem eigentlichen Gottesdienst gekürzt worden ist. Hier sehen Sie jetzt diese Kopie der Christmette, die am Heiligen Abend um 20:30 Uhr gefeiert wurde.

Kinderweihnacht in Sankt Joseph

Seit vielen Jahren gehört die Kinderweihnacht in Sankt Joseph zu den festen Bestandteilen des Heiligen Abends. Es war in den vergangenen Jahren immer eine heilige Messe, die sich insbesondere an Familien mit kleinen Kindern richtete, und die auch gerne von den Großeltern der Kinder besucht wurde. Oft haben sich zu der Kinderweihnacht zwischen 600 und 800 Besucher eingefunden.

In diesem Corona-Jahr war eine solche Feier nicht möglich, sie hätte geradezu als Großveranstaltung allen Bestrebungen, die Ansteckungszahlen zu reduzieren, Hohn gesprochen. Es war auch nicht möglich, das Krippenspiel, das normalerweise von (Kommunion)-Kindern während der Feier vorgespielt wurde, in der leeren Kirche aufzuführen. Es wurde deswegen einige Tage vor dem Heiligen Abend, unter Beachtung aller Corona-Regeln, in der Kirche aufgezeichnet. Um die Kinderweihnacht mit dem Krippenspiel trotz der widrigen Umstände zu den Familien zu bringen, haben wir uns entschlossen, sie ohne Besucher in der Kirche stattfinden und über das Internet streamen zu lassen.

Dass die Entscheidung grundsätzlich richtig war, zeigt uns die hohe Zuschauerzahl, die bisher bei 712 lag. Leider gab es bei der Übertragung noch einige technische Probleme, so liefen z. B. Ton und Bild immer noch geringfügig auseinander.

Wir haben aus dem Livestream eine Video-Kopie erzeugt und ins Internet gestellt, die lediglich um den Vorlauf vor dem eigentlichen Gottesdienst gekürzt worden ist. Hier sehen Sie jetzt diese Kopie der Kinderweihnacht mit dem Krippenspiel, die am Heiligen Abend um 16:00 Uhr gefeiert wurde.